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Rampage 2 Kritik: Anarchie als Ausweg aus dem Neoliberalismus

Posted on 23.06.2021 - 23.06.2021 by admin

Gestern habe ich zum ersten Mal bewusst einen Uwe Boll-Film gesehen. Zu ihm werde ich hier nichts schreiben, nur soviel, dass dessen Persönlichkeit irgendwo eine Faszination ausstrahlt, irgendwas zwischen Rebell und verdrossenem alten Mann.

Rampage 2 ist aus dem Jahr 2014 und ich sah ihn ohne vorher einen anderen Rampage-Film gesehen zu haben. Der Film begleitet einen Amoklauf mit Geiselnahme und stellt viele Fragen was unsere aktuelles System, den Neoliberalismus, angeht. Er präsentiert als Auflösung dessen zwar kein alternativesb System, aber er gibt als Schlüsselereignis ein gewaltsames vorgehen der unterdrückten Bürger gegen die Eliten vor. Wortwörtlich die „Reichen“ und „Politiker“.

Der Name des Hauptcharakters ist Bill, der Nachname Schall und Rauch und deshalb nicht mehr im Gedächtnis. Bill wird nicht eingeführt. Kurze Schnipsel aus selbstgedrehten Videos präsentieren Bills Ansichten. Danach geht der Film direkt in die handlung über. Bill zündet seine Bude an, präpariert Sprengstoffpakete und erschießt wahllos Menschen. Als Propagandainstrument nimmt Bill eine bekannte Fernsehzentrale ins Visier, in welcher er zuerst ebenso wahllos Mitarbeiter erschießt, als auch dann einen bekannten Moderator und noch einige Überlebende als Geiseln nimmt und sich mit diesen im Keller verschanzt. Den Rest kann man abkürzen, Bill überlebt, der Rest wird auf grausame Art und Weise getötet.

Rampage 2 lässt mich zurück als einen überlegenden Menschen. Der Film ist wie Rammstein, rau, rebellisch und kalt. Die Anarchie als Lösung aber ist solch ein faszinierender Gedanke, dass ich mich emotional nie wirklich loseisen kann. Ein Regisseur diesen Gedanken konsquent verarbeitet – Allein dafür mag ich den Film!
Wofür ich den Film allerdings nicht mag und was dieser „Innovation“ total entgegensteht ist allerdings die Machart des ganzen. Wackelkamera, billige Atmosphärensounds, nur eine halbe Hand voll Sets – wie Kabel1 nachts. Das ist wirklich wirklich schade. Allein mit der Kamera hätte man da sehr viel mehr machen können, so hoffe ich, dass der Film nicht innerhalb der nächsten 2 Wochen in dem beliebigen B-Film Einerlei in meinem Gedächtnis untergeht.

Woran ich leider ebenfalls kein gutes Haar lassen kann ist Uwe Boll als Statist und Sychronsprecher. Auch wenn man es den Schauspielern nicht zusprechen mag – Schuster bleib bei deinen Leisten.

Der Charakter des Bill ausserdem ist auf eine Art und Weise contrair. Zum einen ist Bill unreflektiert, hitzig und sehr platt von der Präsentation. Zum anderen wird ihm, in Manier eines Masterminds, am Ende eine hübsche Falle zugestanden in denen er das kommende SWAT-Team mit dem präparierten Sprengstoff über Funk in die Luft jagt. Soviel geistige Kapazität traut man ihm gar nicht zu.

Alles in allem aber ein Film der für mich, ausgehend von der Mitte, leicht nach oben ragt. Und das nur aufgrund des Konzeptes, dem Gedanken der, japp, ich schreibs nochmal, Anarchie. Ich werde in naher Zukunft noch weitere Bolls schauen, der erste hat schonmal nicht weh getan.

Posted in FilmTagged Boll, Rampage, Uwe

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